
Lebenslang in der sozialen Umgebung leben können.
Heinz Frey, Gründer DORV
Die Herausforderung: Nahversorgung neu denken
In kleinen Gemeinden und Dörfern lässt sich die Nahversorgung unter den heutigen Markt- und Wettbewerbsbedingungen nur dann sichern, wenn neue Wege gegangen werden – mit anderen Organisationsformen, neuen Partnerschaften und einem erweiterten Verständnis von Versorgung.
Was bedeutet DORV?
DORV steht für „Dienstleistungen ortsnahe Rundum Versorgung“.
Die Idee: An einem zentralen Ort im Dorf oder Stadtteil werden verschiedene Angebote gebündelt –
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Lebensmittel des täglichen Bedarfs,
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Dienstleistungen (z. B. Post, Paket, Bankdienstleistungen in Kooperation, Beratung),
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bürgernahe soziale und kulturelle Angebote, Treffpunkte und Begegnungsräume.
So entsteht ein DORV-Zentrum: mehr als ein Laden, nämlich ein lebendiger Mittelpunkt, an dem Versorgung, Dienstleistung und Miteinander zusammenkommen – ortsnah, alltagstauglich und auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zugeschnitten.
Unser Ansatz
Auf Basis des DORV-Fünf-Säulen-Modells unterstützen wir Gemeinden, Initiativen und Engagierte dabei,
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ein solches Zentrum zu planen,
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Schritt für Schritt aufzubauen
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und langfristig wirtschaftlich tragfähig zu betreiben.
Anhand praktischer Beispiele – wie dem DORV-Zentrum Barmen – lässt sich nachvollziehen, welche Schritte notwendig sind und welche Chancen sich eröffnen, wenn ein Ort seine Versorgung selbst in die Hand nimmt.
Unser Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, das Projekt
„Ein DORV in unserem Dorf“
auch in Ihrem Ort Wirklichkeit werden zu lassen – mit einem Konzept, das zu Ihrer Gemeinde, Ihrer Region und Ihren Menschen vor Ort passt.
Grundsätze
Welche übergeordneten Grundsätze verfolgt DORV?
- Lebensraum auf den Dörfern stärken
- Eigenständige wirtschaftliche und kulturelle Identität der Dörfer erhalten
- Nachhaltigkeit fördern
- Ökonomie – Ökologie – Soziales verbinden
- Demografische Entwicklungen beachten: „Wir werden immer älter“

Konzentration im Dorfladen
Wo früher Bäcker, Metzger, Post, Bank und Lebensmittelgeschäft getrennt gearbeitet haben, kann heute ein Dorfladen vieles an einem Ort bündeln. Das senkt Aufwand und macht Versorgung wieder alltagstauglich.
Ein moderner Tante-Emma-Laden kann dabei mit Technik unterstützt werden, zum Beispiel durch Self-Checkout oder Zutrittssysteme. So lässt sich je nach Standort auch ein 24/7 Dorfladen sinnvoll umsetzen.
Nicht immer muss alles in einem Gebäude passieren. Wenn im Ort noch Angebote bestehen und die Einwohnerzahl es trägt, können auch Ladengemeinschaften und Kooperationen die bessere Lösung sein.
Bündelung im Dorfladen
Ein Dorfladen trägt sich besser, wenn das Grundsortiment klar gewählt ist. Ergänzend kommen Dienstleistungen und Angebote aus den weiteren DORV-Säulen dazu. So entsteht eine stabile wirtschaftliche Basis.
Das Sortiment bleibt schlank und gut steuerbar. Es wird gemeinsam mit den Menschen vor Ort abgestimmt.
So wird aus einem Tante-Emma-Laden ein verlässlicher Nahversorger. Ein 24/7 Dorfladen kann diese Idee sinnvoll erweitern, wenn der Standort und die Abläufe dafür passen.
Regionale Ausrichtung im Dorfladen
Wenn ein Dorfladen mit Betrieben aus der Umgebung zusammenarbeitet, stärkt das die ländlichen Strukturen. Dazu zählen zum Beispiel Bäcker, Metzger, Erzeuger und kleine Lebensmittelhersteller.
So entsteht regionale Wertschöpfung, die im Ort und in der Region bleibt. Das sichert Arbeitsplätze und kann neue schaffen.
Ein Tante-Emma-Laden profitiert dabei von kurzen Wegen und klarer Herkunft. Auch ein 24/7 Dorfladen kann regionale Produkte gut sichtbar machen, wenn Warenpflege und Nachschub sauber organisiert sind.
Qualität im Dorfladen
Im Vergleich zu den großen Märkten im Gewerbegebiet punktet ein Dorfladen mit Service, Nähe und persönlichem Kontakt. Dazu kommen kurze Wege, schnelle Reaktion auf Wünsche und ein flexibles Angebot.
Der Schwerpunkt liegt auf Frische und Qualität aus der Region. Das macht einen Tante-Emma-Laden besonders, weil er nicht alles haben muss, sondern das Richtige.
Ein 24/7 Dorfladen kann diesen Vorteil ergänzen, wenn Frischeprozesse und Warenpflege so organisiert sind, dass die Qualität jederzeit stimmt.
Moderne Medien im Dorfladen
Durch das Internet und den sinnvollen Einsatz digitaler Technik werden viele Wege in die nächste Stadt überflüssig. Bestellungen, Services und Informationen lassen sich einfacher organisieren. Das spart Zeit und reduziert unnötige Fahrten.
Das DORV-Zentrum kann dabei als Koordinator und Vermittler wirken. Es bündelt Informationen, vernetzt Angebote und macht Leistungen vor Ort schneller sichtbar.
Ein Dorfladen oder Tante-Emma-Laden profitiert davon direkt. Auch ein 24/7 Dorfladen wird dadurch planbarer, weil Abläufe, Kommunikation und Verfügbarkeit besser gesteuert werden können.
5 Säulenmodell
Dienstleistungen
Dienstleistungspartner sind: Banken und Sparkassen , Deutschen Post, private Brief- und Paketdienste, Kreis- und Stadtverwaltung, Energieversorger, Krankenkassen, Versicherungen, Zeitungsverlage, Reisebüro, Wäscherei und Reinigung, Reparaturdienste, …

Sozial-Medizinische Versorgung
Vermittlung, Koordinierung vorhandener Angebote/Leistungen im gewerblichen und sozialen Dienstleistungssektor: Freiwilligenzentrum, Sozialservicestation, Altenpflege, Betreutes Wohnen, Sozialberatung, Hol – und Bringdienst, Tagesmütter oder Einkaufsservice für Senioren und Pflegebedürftige.
Medizinische Versorgung: Zahnarzt, praktischer Arzt und Apothekendienst, Physiotherapie, Kooperation mit häuslicher Altenpflege, Essen auf Rädern,
Lebensmittel
Sicherung der Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Obst, Gemüse, Fleisch und Wurst, Brot und Backwaren, Molkereiprodukte, …
Kommunikation
Treffpunkt, Mittelpunkt im Quartier. Das DORV-Zentrum als Treffpunkt und Koordinationsstelle für alle Bürgerinnen und Bürger. Mit einem Cafe im Quart-Vier lassen sich soziale Kontakte, lässt sich gesellschaftliches Miteinander ganz einfach organisieren und vertiefen.
Aber auch das Plauschen an der Ladentheke, der Austausch von Back- und Kochrezepten, die Neuigkeiten aus dem Viertel sind Teil der Kommunikation. Informationen über Vereinsaktivitäten, Veranstaltungshinweise und allgemeine Infos ergänzen dies.
Kulturangebote
Gemeinsame Aktivitäten werden organisiert, beworben und koordiniert, häufig ín Kooperation mit bestehenden Einrichtungen und Anbietern. Aber das Cafe im DORV-Zentrum kann auch als Veranstaltungsort für kulturelle Aktivitäten dienen. „Alt liest Jung – Jung liest Alt“, Computerkurse, … da ist der Vielfalt und Kreativität keine Grenze gesetzt.
NUTZEN UND MEHRWERT FÜR NUTZER
Ältere Menschen im Ort
Das DORV-Konzept hilft dabei, dass ältere Menschen länger in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Nahversorgung, Dienstleistungen und kurze Wege entlasten im Alltag und machen den Ort auch im Alter gut nutzbar.


JUNGE FAMILIEN
Junge Familien finden im DORV-Zentrum ein ortsnahes Angebot für die tägliche Versorgung und wichtige Dienstleistungen. So lassen sich Erledigungen besser in den Alltag einbauen, zum Beispiel auf dem Weg zur Schule oder zur Kita.
Kurze Wege sparen Zeit und machen Abläufe planbarer. Wenn Versorgung und Services im Ort gut funktionieren, kann das langfristig auch helfen, Fahrten zu reduzieren und Mobilitätskosten zu senken.
Neu im Ort
Für neu Zugezogene ist das DORV-Zentrum eine erste Anlaufstelle. Sie finden dort Informationen zum Ort, zu Angeboten und zu wichtigen Kontakten.
Das DORV-Zentrum unterstützt auch beim Vernetzen. Es kann passende Ansprechpartner vermitteln und bei privaten Dienstleistungen helfen, zum Beispiel bei der Suche nach Babysitting.
So gelingt der Einstieg in das soziale Leben im Dorf oder im Stadtteil schneller und einfacher.


Einpersonenhaushalte
Menschen, die allein leben, können sich aus dem DORV-Angebot die passenden Bausteine zusammenstellen. So entsteht ein individuelles Paket aus Einkauf, Service und Unterstützung im Alltag.
Das kann zum Beispiel ein Wasch- und Bügelservice sein, ein Liefer- oder Abholservice oder Hilfe bei kleinen Erledigungen. Entscheidend ist, was in Ihrem Ort gebraucht wird und was zuverlässig organisiert werden kann.
